Gonterskirchen

Gonterskirchen ist ein Stadtteil der Gemeinde Laubach im Landkreis Gießen in Hessen.

Gonterskirchen liegt am Rande des Naturparks Hoher Vogelsberg am Zusammenfluss des Schifferbachs in die Horloff, 4 km südöstlich von Laubach. Durch den Ort verläuft die Landesstraße 3138.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde das Dorf im Jahre 1239. In erhaltenen Urkunden wurde Gonterskirchen unter den folgenden Namen erwähnt (in Klammern das Jahr der Erwähnung):

Über Jahrhunderte galt Gonterskirchen als das ärmste Dorf in der Grafschaft Solms-Laubach. Bedingt durch die weitläufigen Wälder entwickelte sich der Ort im Mittelalter zu einer Köhlergemeinde, zeitweilig übten fast alle Familien dieses Handwerk aus. Dazu kamen Nagelschmiede.

Am 1. Juni 1324 wird erstmals eine Mühle in Gonterskirchen erwähnt.

Ab dem 18. Jahrhundert verdienten viele Männer ihr Geld als sogenannte Schmelzgänger in der bei Laubach gelegenen Friedrichshütte.

Die Grafen zu Solms-Laubach ließen in Gonterskirchen mit seinen ausgedehnten Wäldern und dem damit verbundenen Wildreichtum um 1750 ein Jagdhaus errichten.

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurde die Gemeinde Gonterskirchen am 31. Dezember 1970 auf freiwilliger Basis in die Stadt Laubach eingegliedert.

Schon in der Karolingerzeit erhielt die Abtei Hersfeld Besitz in der Wetterau und den angrenzenden nördlichen Gebieten. Hungen und Laubach wurden zu Zentren der „Hersfelder Mark“. Im Raum um Laubach finden sich im gleichen Zeitraum Schenkungen an das Kloster Fulda. Zu diesen Tradenten gehört auch ein nach 800 genannter „Presbyter“ Gunthard, in dem Steen den Gründer von Kirche und Ort Gonterskirchen sieht.

Im 12. Jahrhundert erhielt der Vogt des Klosters Hersfeld, Kuno I. von Münzenberg, die Hälfte aller Nutzungsrechte im Gebiet um Ruppertsburg womens football jerseys. Nach dem Aussterben der Münzenberger waterproof sack, 1255, gelangte das Gebiet auf dem Erbwege an die Herren von Hanau.

Ulrich zu Hanau und seine Frau Agnese erlaubten am 5. Dezember 1340 ihrem Sohn Ulrich den Verkauf von Burg und Dorf „Laupach“ zusammen mit den dazu gehörigen Gerichten und Dörfern, u. a. „Guntherskirchen“ und „Aeinhartshusen“. Der bereits abgeschlossene Verkauf an dem Mainzer Erzbischof Heinrich III. von Virneberg wurde durch Philipp den Älteren von Falkenstein, der mit einer von Hanau verheiratet war, abgetrieben. Zur Herrschaft Laubach gehörten 1341 u. a. Gonterskirchen und Einartshausen sowie die späteren Wüstungen Germanshausen und Horloff. Nach dem Aussterben der Falkensteiner 1418 teilten sich die Brüder Bernhard und Johannes von Solms den gewaltigen Besitz.

1432 fiel Gonterskirchen infolge der Solms´schen Teilung an die Johannische Linie Solms-Lich.

Die Ritter Gottfried Strebekotz und Klas von Engelnhausen verkauften 1365 Gülten an das Kloster Haina zu Gonterskirchen, Wiemannshausen, Laubach und Nieder-Hindernau. Es ist auch wohl dieser Besitz, den das Kloster 1528 an Graf Philipp von Solms-Lich für 2.000 fl. mit seinem Hof in Utphe samt Zinsen zu Ober-Bessingen camelbak water bottle, Ettingshausen, Gonterskirchen, Laubach und Trais-Horloff verkauft.

Das Antoniterkloster Grünberg erhielt 1477 eine Stiftung u. a. aus dem Zehnten zu Gonterskirchen. Weiterhin konnten die Grünberger Antoniter 1489 vom Kloster Arnsburg dessen Güterbesitz in Gonterskirchen erwerben.

Bis 1702 waren Ruppertsburg und Einartshausen Filialkirchen der Pfarre Gonterskirchen; das Kirchenpatronat lag ursprünglich bei den Grafen zu Solms-Lich, seit 1548 bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts bei den Grafen zu Solms-Laubach. 1809 trat die Pfarrei Gonterskirchen zusammen mit Einartshausen der Unierten Kirche bei.

Innerhalb der heutigen Gemarkung finden sich die Wüstungen Germanshausen, Hartmannshausen, Hindernau, Horloff, Lauzendorf und Selbach.

Die folgende Liste zeigt die Territorien bzw. Verwaltungseinheiten denen Gonterskirchen unterstand im Überblick:

Belegte Einwohnerzahlen bis 1967 sind:

Ortsvorsteher ist Klaus Rühl (Stand Dezember 2016).

Altenhain | Freienseen | Gonterskirchen | Laubach | Lauter | Münster | Röthges | Ruppertsburg mit Friedrichshütte | Wetterfeld