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Creuzburg

Creuzburg ist eine Kleinstadt im Wartburgkreis in Thüringen, Deutschland und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Hainich-Werratal.

Creuzburg ist durch die Burg Creuzburg weithin bekannt.

Creuzburg liegt zwischen Ringgau im Westen, Hainich im Osten, Thüringer Wald im Süden und Eichsfeld im Norden. Es befindet sich rund zwei Kilometer östlich der ehemaligen Innerdeutschen Grenze bzw. der hessischen Grenze am Ufer der Werra. Markante Berge und Erhebungen säumen das Werratal bei Creuzburg, zu ihnen gehören der Wisch und der Brückenberg in Stadtnähe, der Große Pferdsberg, der Entenberg, der Schlierberg und der Tellberg bei Wilhelmsglücksbrunn.

Nachbarorte sind (etwa im Uhrzeigersinn beginnend im Norden): Treffurt, Mihla, Krauthausen, Eisenach, Herleshausen, Ifta und Ringgau.

Die Stadt Creuzburg besteht seit der Gebietsreform von 1994 aus den Stadtteilen Creuzburg und Scherbda. Zum Stadtgebiet gehört außerdem das ehemalige Stiftsgut Wilhelmsglücksbrunn und die Kleinsiedlung Ebenau.

Geologisch betrachtet liegt Creuzburg im Bereich eines Grabenbruchs, in der geologischen Formation Trias. Diese geologische Situation führt dazu, dass auf dem Gebiet der Stadt einige „geologische Fenster“ zu sehen sind. Dazu gehören:

Creuzburg blickt auf eine über 1000-jährige Geschichte zurück und gehört zu den ältesten Städten Thüringens. Hügelgräber auf dem Gebiet der Stadt weisen auf eine frühzeitliche Besiedlung, mindestens seit der Bronzezeit hin. Die Anfänge der Besiedlung um den späteren Burgberg gehen auf eine günstige Straßenlage zurück. Die Königsfurt und die Werrabrücke ermöglichten den Werraübergang der Lange-Hessen – einer wichtigen mittelalterlichen Heer- und Handelsstraße mit West-Ost-Orientierung. Von dieser Reichsstraße zweigten bei Creuzburg regional bedeutende Verbindungen in den Raum Mühlhausen/Thüringen und Langensalza ab.

Nach lokalen Überlieferungen (Gründungsgeschichte) wirkte der Missionar Bonifatius auch in Creuzburg und begründete auf dem Burgberg das Benediktiner-Kloster „St. Peter“. An diese ersten Bekehrungsversuche der heidnischen Vorfahren erinnert ein mehrfach erneuertes hölzernes Kreuz im Burghof.

Im 10. und 11. Jahrhundert war die Region im Besitz der Reichsabtei Fulda, die hier eine wirtschaftlich blühende Grundherrschaft unterhielt. Die Ersterwähnung von Milingen bottle drinking glasses, einer der vier Orte, deren Bewohner sich später in der neu gegründeten Stadt Creuzburg zusammenschlossen und niederließen, erfolgte in einer Ottonenurkunde vom 22. Oktober 973.

1137 kam die Propstei Creuzburg in den Besitz der thüringischen Ludowinger. Landgraf Ludwig I. erwarb sie im Austausch gegen einen Teil der Ländereien, die ihm durch Erbschaft in Hessen zugefallen waren. Das vorhandene Kloster wurde aufgelöst und zum Ersatz um 1173 das St.-Jakob-Kloster gestiftet. In Erkenntnis der wirtschaftlichen und strategischen Bedeutung des Platzes bauten seine Nachfolger die Stellung Creuzburgs aus. Landgraf Hermann I. begann auf dem Berg mit dem Bau einer Burg (Burg Creuzburg) und ließ die in der Region verstreuten Bauern in einer Siedlung am Fuß des Berges zusammenfassen. So wurde die Stadt Creuzburg planmäßig angelegt, 1213 mit Stadtrechten wie Wappenführung und Gerichtsbarkeit ausgestattet und von einer Mauer umgeben. Das benachbarte Dorf Scherbda, heute zu Creuzburg gehörig, wurde erstmals 1229 als Siedlung um ein Lehnsgut urkundlich erwähnt.

Den Höhepunkt für die Bedeutung Creuzburgs bildeten die Regierungsjahre des Landgrafs Ludwig IV., des Heiligen, und seines Sohnes Hermann II. Nach der Hochzeit Ludwigs mit der ungarischen Königstochter Elisabeth, die später als Heilige Elisabeth in die Geschichte einging, wurde die Creuzburg, nach der Wartburg, zur Zweitresidenz. Hier wurden Feste gefeiert und die Kinder des jungen Paares geboren. Ludwig ließ die Burg verschönern und sorgte durch den Bau der ersten steinernen Brücke über die Werra für die Sicherung des Handelsweges. Ehe er 1227 zum Kreuzzug aufbrach, verabschiedete er sich von seinen Getreuen in einer großen Versammlung der thüringischen Edelleute auf der Burg. Ludwig kehrte nicht zurück. Sein Bruder Heinrich Raspe übernahm die Vormundschaft für den unmündigen Neffen Hermann II old football shirts. Elisabeth verließ Thüringen und zog sich in die hessischen Besitzungen zurück, wo sie wenige Jahre später in Marburg starb. Mündig geworden, übernahm Hermann die Regierung als Landgraf von Thüringen und Hessen. Die Creuzburg blieb seine Residenz bis zu seinem plötzlichen Tod im Alter von nur 18 Jahren. Sein Onkel und Nachfolger Heinrich Raspe verlegte den Regierungssitz wieder allein auf die Wartburg.

Im Verlauf des Thüringer Erbfolgekrieges wurde Creuzburg von verschiedenen Kriegsparteien belagert. König Adolf von Nassau zog 1295 mit einem Heer durch Thüringen, um seine Ansprüche auf das Land durchzusetzen, er ließ nahe der Gottesackerkirche eine Befestigung – die Adolphsburg – erbauen und schoss von dort aus Steine und Brandsätze in die Stadt. Die Bevölkerung zog sich daraufhin in die sichere Creuzburg zurück, die Stadt brannte nieder.

Die wirtschaftliche Grundlage der mittelalterlichen Stadt beruhte neben dem Handel auf Ackerbau und Viehzucht, wobei große Teile der Flur im Besitz des St.-Jakob-Klosters und der Rittergüter waren. An den steilen Südhängen wurden Weinberge angelegt. Schon im 12. Jahrhundert erbaute man den etwa vier Kilometer langen Mühlgraben und ermöglichte so den gleichzeitigen Betrieb von vier Mahl- und Sägemühlen in der westlichen Vorstadt. Bei Bauarbeiten wurde 1963 eine hochmittelalterliche Töpferei entdeckt und ausgegraben. Bedeutend war das Creuzburger Gerberhandwerk, auch Sattler und Schuster werden genannt water bottle holder belt. Für das Kloster und die Kanzlei arbeiteten Pergamentmacher.

Das Steinhauerhandwerk nutzte die hervorragende Qualität des heimischen Sandsteines. Die hohe künstlerische Qualität belegen zahlreiche Grabplatten in den Kirchen der Stadt und der Nachbarorte. Im 15. Jahrhundert wurden mit der Nutzung von Salzquellen und der Wallfahrtskapelle (geweiht St. Liborius) neue wirtschaftliche Impulse ausgelöst.

Unter den Wettinern blieb Creuzburg ein wichtiger Verwaltungsmittelpunkt, das Amt Creuzburg reichte im Osten bis Stregda und zum Kamm des Hainichs, im Süden bis in das Eltetal, im Norden und Westen markierte der Heldrastein die Zuständigkeitsgrenze. Creuzburg blieb in den folgenden Jahrhunderten von den Wirren der Kriege – besonders des Dreißigjährigen Krieges – und von Brand- und Naturkatastrophen nicht verschont.

Creuzburg und die heutigen Ortsteile Ebenau und Scherbda waren 1583–1679 von Hexenverfolgung betroffen. 17 Frauen gerieten in Hexenprozesse, neun wurden verbrannt, eine starb an den Folgen der Folter.

In einem Brief schilderte Goethe, später Staatsminister des Herzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach, seine Eindrücke von der 1765 und noch einmal 1782 ausgebrannten Stadt und hinterließ eine Zeichnung der Nikolaikirche. Eine wirtschaftliche Besonderheit stellte die 1758 eingerichtete Seidenraupenzucht dar, sie wurde nach zahllosen Misserfolgen 1808 endgültig aufgegeben.

Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Eisenach mit seiner Kammgarnspinnerei zu einem regionalen Zentrum der thüringischen Textilindustrie. Hierzu wurde auch aus Creuzburg in großen Mengen heimische Schafwolle aufgekauft. Die regionale Landwirtschaft forcierte in der Folge die Schafhaltung (Bau mehrerer Schafställe in der Flur). Eine saisonale Beschäftigung in Creuzburg ermöglichte die Tabakverarbeitung und arbeitsintensive landwirtschaftliche Kulturen (Kartoffel- und Rübenanbau), erste Obstplantagen wurden angelegt. In Creuzburg befand sich auch eine Glockengießerei.

Auf Grund einer Verwaltungsreform wurden 1922 die Siedlungen Ebenau, Buchenau, Eschenborn, Mihlberg und Hahnroda nach Creuzburg eingemeindet. 1925 wurde dies in Teilen rückgängig gemacht und die Gemeinde Buchenau zu einer eigenständigen Gemeinde aufgewertet.

Trotz Kriegen und Bränden hatte sich ein reicher Denkmalbestand in der Stadt erhalten. Am Ostersonntag, dem 1. April 1945, wurde der Ort von US-Truppen durch direkten Artillerie-Beschuss und einen daraus entstandenen Brand zu 85 Prozent zerstört. Die Kirche St. Nicolai brannte vollständig aus, die meisten Bürgerbauten – darunter viele profane Baudenkmäler – gingen verloren. Die Burg Creuzburg erlitt nur geringe Beschädigungen. Die Bevölkerung war am Tag vor dem Beschuss oder kurz davor in die benachbarten Wälder oder in den Felsenkeller unter dem Burgberg geflüchtet.

Der US-amerikanischen Besatzung ab Anfang April 1945 folgte Anfang Juli 1945 die Rote Armee und die Eingliederung der Stadt in die Sowjetische Besatzungszone. Ab 1949 gehörte Creuzburg zur DDR, als Stadt im Kreis Eisenach bis 1952 zum Land Thüringen und ab 1952 zum Bezirk Erfurt. Creuzburg lag fast direkt an der Innerdeutschen Grenze zu Hessen und damit ab 1962 im unzugänglichen Sperrgebiet, bis 1973 im 5-km-Grenzstreifen mit all seinen Beschränkungen.

1962 wurden im Zuge einer erneuten Verwaltungsreform die Kleinsiedlungen Ebenau, Eschenborn und Mihlberg erneut nach Creuzburg umgemeindet; die Kleinsiedlungen Eschenborn und Mihlberg wurden wenige Monate später aufgelassen. 1968 begann der Wiederaufbau der Kirche. 1969 wurde der Bahnverkehr auf der 1907 eröffneten Bahnstrecke Schwebda–Wartha, an der Creuzburg einen Bahnhof hatte, eingestellt und nachfolgend die Gleisanlagen demontiert.

Im November 1989 erfolgte die Grenzöffnung, im Oktober 1990 die Eingliederung in das Land Thüringen in der Bundesrepublik Deutschland. Schon ab 1945 wurden beachtliche Aufbauleistungen mit hunderttausenden unentgeltlichen Aufbaustunden in der fast völlig zerstörten Stadt vollbracht, ab 1990 unter wesentlich besseren materiellen Bedingungen.

Im Werratal, etwa zwei Kilometer südwestlich der Stadt, waren bereits im Spätmittelalter salzhaltige Quellen bekannt, deren Nutzung erstmals 1426 urkundlich belegbar ist. Begüterte Creuzburger Bürger begannen mit Zustimmung des Landesherren und beraten von auswärtigen Spezialisten mit dem Aufbau einer Saline. Nach anfänglichen Schwierigkeiten produzierte das Werk nach einem im XII. Buch bei Georgius Agricola (De re metallica libri XII) beschrieben Verfahren unter Verwendung von Schöpfwerken und Siedepfannen. Diese erste Saline musste aber bereits in der Mitte des 16. Jahrhunderts wegen finanzieller Probleme aufgegeben werden. Die Creuzburger Saline erlangte mit der Einführung der Dorngradierung unter dem Bergbau- und Salinenexperten Freiherr von Beust um 1730 eine bis dahin nie erreichte wirtschaftliche Blüte. Zur Ehre des Landesherren, des sächsischen Herzogs Johann Wilhelm, wurde die Saline bei Creuzburg auf den Namen „Wilhelmsglücksbrunn“ umbenannt. Nach dem Verkauf an Privatleute wurden 1843 der Salinenbetrieb eingestellt und die technischen Anlagen abgebaut. Von der ursprünglichen Anlage blieben bis heute nur das Verwaltungsgebäude, einige Dämme und Wassergräben erhalten. Das Gelände wurde in einen landwirtschaftlichen Betrieb umgestaltet.

Im Jahre 1905 wurde in Eisenach die Kurbad Eisenach GmbH gegründet. Sie erwarb die Nutzungsrechte für die als Karolinenquelle gefasste Mineralwasserquelle bei Wilhelmsglücksbrunn. Am 8. Juli 1906 konnte der Kurbetrieb in der Eisenacher Südstadt eröffnet werden.

Bereits 1540 wird erstmals die Existenz eines Försters, damals noch Forstknecht genannt, in Ifta erwähnt.

Das erste Flächenverzeichnis des damaligen Revieres Creuzburg mit den bekannten Forstorten Schlierberg, Klosterholz oder Mertell stammt aus dem Jahr 1557, und von 1569 existieren bereits exakte Flächengrößen der bewirtschafteten Wälder. Der Betrieb erfolgte traditionell nach dem Haubergprinzip mit Naturverjüngung.

Eine Zeichnung der Stadt Creuzburg von 1717 zeigt im Hintergrund nur wenige bewaldete Flächen. Mit dem steigenden Bedarf an Bauholz wurde ab etwa 1750 der Mittelwaldbetrieb favorisiert, der lediglich das Belassen einzelner, gut gewachsener Samenbäume, die später als Bauholz dienten, beinhaltete. Am Stadtrand wurde bereits eine Sägemühle am Mühlbach betrieben.

In Creuzburg erforderten zwei verheerende Stadtbrände 1765 und 1782 massive Einschläge für den Bauholzbedarf. Der Anteil von Nadelholz betrug 1767 nur 8,5 % (gegenwärtig noch über 30 %) und war in Mischwäldern zu finden. Aufgrund bedeutend besserer Holzqualitäten und eines viel höheren Ertrages ging die Forstwirtschaft seit der Mitte des 19. Jahrhunderts in etwa 100-jährigen Umtriebszeiten zum Hochwaldbetrieb über.

Durch massiven Ankauf in der Zeit nach 1886 vergrößerte das Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach den Staatswald um weitere etwa 760 ha Fläche (Forstorte: Eschenborn, Eierkuchenberg, Stöckig, Lindchen und Scherbdaer Struth). Die flächenmäßige Entwicklung des Reviers war nun durch ständige Aufforstungen gekennzeichnet, bevorzugt wurde Nadelholz, wodurch die Waldfläche 1926 auf 1627 ha anstieg.

Von 1907 an ermöglichte die Eisenbahn den massenhaften Abtransport des Holzes, zum Beispiel in Papierfabriken, hierzu wurde das Holz am Güterbahnhof Creuzburg zwischengelagert.

Entwicklung der Einwohnerzahl:

Das Durchbruchstal der Werra bei Creuzburg ist eine beeindruckende Flusslandschaft in Mitteldeutschland. Das hier befindliche Naturschutzgebiet „Klosterholz und Nordmannsteine“ ist eine besondere Schutzzone gemäß Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der EU, die Ausweisung der 139,3 Hektar großen Schutzzone erfolgte am 16. Mai 1995.

Auf dem kargen Muschelkalk-Felsuntergrund hat sich eine artenreiche Flora und Fauna entwickelt. Man findet 13 seltene Orchideenarten. Im Bereich nordöstlich von Ebenau befindet sich seit den 1920er Jahren ein bedeutender Steinbruchbetrieb an den Nordmannsteinen. Dieser war zunächst ein Teil des Solvay-Werks in Buchenau. Als Rechtsnachfolger hat ein Bauunternehmen nach der Wende eine eingeschränkte Betriebserlaubnis erhalten. Wegen der mit dem Steinbruchbetrieb erforderlichen Sprengungen ist die Besichtigung des Steinbruchs nicht möglich, man kann jedoch von der gegenüberliegenden Anhöhe der Ebenauer Köpfe vom Aussichtspunkt Ebenauer Blick und Nordmannsteine die im Steinbruch freigelegten Schichten der imposanten Felswand gut einsehen.

Der Rat der Stadt Creuzburg setzt sich aus 14 Ratsmitgliedern zusammen.

(Stand: Kommunalwahl am 25. Mai 2014)

Am 13. Juni 2010 wurde Ronny Schwanz (CDU) als ehrenamtlicher Bürgermeister gewählt.

Neben mehreren Hotels und Restaurants ist Creuzburg auch der Hauptsitz der Pollmeier Massivholz GmbH & Co. KG. Dieses Unternehmen betreibt weltweit die größten und leistungsstärksten Laubholzsägewerke und beschäftigt in Creuzburg 400 Mitarbeiter.

Kriegsbedingt wurden nach 1939 Teile der Berliner Spezialfabrik für Spulen, Transformatoren und Drahtwiderstände Gustav Neumann nach Creuzburg verlagert. Der daraus entstandene Betrieb Gustav Neumann KG war in der DDR-Zeit zeitweise der größte Arbeitgeber im Ort. Ab 1972 hieß die Firma VEB Transformatorenwerk Creuzburg. Die dort produzierten elektronischen Bauteile waren in fast jedem in der DDR produzierten Fernseh- und Rundfunkempfänger enthalten. Ein weiterer wichtiger Zweig war der Bau von Filtern und Übertragern für die Telefontechnik der Post. 1990 wurde das Unternehmen von der hessischen Pikatron GmbH übernommen und im Jahr 1992 durch einen Neubau im 1991 geschaffenen Gewerbegebiet an der B 7 am Stadtrand erweitert.

Ebenfalls im Gewerbebetrieb ist die Firma TECHNOPLAST GmbH ansässig. Sie ist mit ihrem umfangreichen Lieferprogramm mit Schwerpunkt Dichtungs- und Klebebänder ein kompetenter und leistungsfähiger Partner für Handwerks- und Industriebetriebe.

Bereits nach dem Ersten Weltkrieg begann auf Betreiben Creuzburger Bürger im Nachbarort Buchenau der Aufbau eines Werkes der Kaliindustrie, die Deutsche Solvaywerke AG, die in der DDR-Wirtschaftsgeschichte ein besonderes Kapitel einnahm – als das zeitweise im belgischen Besitz befindliche Solvay-Werk (Buchenau), später VEB Sodafabrik Buchenau. Auf dem Werksgelände, zudem auch die in das Stadtgebiet von Creuzburg hineinreichenden Steinbrüche bei Ebenau und einige Abbauhalden gehörten, wurde Soda nach einem von Solvay patentierten Verfahren produziert, wozu auch die in der Tiefe vorhandenen Kalisalzlagerstätten angebohrt und mit Werrawasser angelöst wurden. Der Steinbruchbetrieb wird bis voraussichtlich Ende 2013 weiterbetrieben.

Mit dem Abbau von Kalkstein und -schotter entstand nördlich von Scherbda einer der größten Steinbrüche im Wartburgkreis.

Das Thüringer Forstamt in Creuzburg ist zuständig für Nutzung, Pflege und Erhalt der ausgedehnten Waldbestände zwischen Eisenach und Mühlhausen.

Durch Creuzburg führt ein Abschnitt der B 7, der Kassel im Nordwesten unter anderem über Ringgau, Ifta, Creuzburg und Krauthausen mit Eisenach im Südosten verbindet. An dieser Straße befindet sich sieben Kilometer südlich der Stadt die Anschlussstelle 39 Eisenach/West der A 4.

Am Roten Kopf am westlichen Stadtrand beginnt die B 250 und führt über die Nachbarstadt Treffurt nach Wanfried.

Die im Jahr 1907 in Betrieb genommene Bahnstrecke Schwebda–Wartha verband Creuzburg mit Eisenach, Mihla, Treffurt, Wanfried und Eschwege. Wegen der Sprengung der Werrabrücken am Ende des Zweiten Weltkriegs und der anschließenden Grenzziehung war der Verkehr nach Eschwege ab 1945 nicht mehr möglich. Der Personenverkehr zwischen Mihla und Wartha über Creuzburg wurde 1962 eingestellt.

Um den nach der Wende stark angewachsenen Durchgangsverkehr aus der Altstadt fernzuhalten, wurde in den 1990er Jahren auf der stillgelegten Bahntrasse im Westen und Süden der Stadt eine Umgehungsstraße gebaut.

Creuzburg liegt am Werra-Radweg, am Herkules-Wartburg-Radweg von Kassel nach Eisenach und ist westlichster Punkt des Radfernwegs Thüringer Städtekette.

Hier werden bekannte Persönlichkeiten aufgeführt, die in Creuzburg einen Teil ihres Lebens verbracht haben, hier gewirkt haben oder in Creuzburg gestorben sind.

Als weitere Form der Ehrung für Verdienste um das Gemeinwohl der Stadt Creuzburg gilt die Benennung von Straßennamen, dies betrifft die verstorbenen Creuzburger Bürger:

Bad Liebenstein | Bad Salzungen | Barchfeld-Immelborn | Berka v. d. Hainich | Berka/Werra | Bischofroda | Brunnhartshausen | Buttlar | Creuzburg | Dankmarshausen | Dermbach | Diedorf | Dippach | Ebenshausen | Empfertshausen | Ettenhausen a.d. Suhl | Frankenroda | Frauensee | Geisa | Gerstengrund | Gerstungen | Großensee | Hallungen | Hörselberg-Hainich | Ifta | Kaltennordheim | Krauthausen | Krayenberggemeinde | Lauterbach | Leimbach | Marksuhl | Mihla | Moorgrund | Nazza | Neidhartshausen | Oechsen | Ruhla | Schleid | Seebach | Stadtlengsfeld | Tiefenort | Treffurt | Unterbreizbach | Urnshausen | Vacha | Weilar | Wiesenthal | Wolfsburg-Unkeroda | Wutha-Farnroda | Zella/Rhön

Creuzburg | Ebenau | Scherbda | Wilhelmsglücksbrunn

Разбаш, Андрей Леонидович

15 декабря 1952(1952-12-15)

Усть-Кара, Архангельская область, СССР

СССР СССРРоссия Россия

23 июля 2006(2006-07-23) (53 года)

Москва, Россия

Разбаш Леонид Наумович

Иванова Александра Ильинична

1) Татьяна Юрьевна Борзова
2)Татьяна Эриковна Иванова
3) Альбина Назимова

Илья, Александр, Андрей, Иван, Ксения

Андре́й Леони́дович Разба́ш (15 декабря 1952, Усть-Кара, Архангельская область — 23 июля 2006, Москва) — советский и российский деятель телевидения, оператор и режиссёр, телеведущий, продюсер. Был одним из создателей независимой телекомпании «ВИD» (17,14 %).

Андрей Разбаш родился 15 декабря 1952 года, в поселке Уст-Кара, Архангельской области.

В 1977 окончил Московский авиационный институт по специальности «радиоинженер».

Два года служил в ракетно-космических войсках, управляя космическими аппаратами различного назначения: спутниками-шпионами и орбитальными станциями. В течение полутора лет — разработчик специальной аппаратуры на военном предприятии, занимался компьютерными программами «распознавания образов». Ему пять раз предлагали перейти на работу в КГБ, но каждый раз он отказывался.

В 1980 году демобилизовался и пришёл в Телевизионный технический центр «Останкино», где поочерёдно работал видеоинженером, монтажёром, телевизионным оператором.

В 1983—1984 годах работал в отделе видеозаписи телевизионных программ в должности старшего инженера аппаратной видеозаписи и монтажа. Принимал непосредственное участие в записи и монтаже программ «Молодёжной редакции», таких как «Мир и молодёжь», «Весёлые ребята», различных музыкальных и развлекательных программ.

В 1987 году создал трёхсерийный документальный фильм «Дети XX съезда» о поколении шестидесятников (в соавторстве с Леонидом Парфёновым), затем, с началом выхода в эфир в октябре программы «Взгляд» — ассистент режиссёра, а затем режиссёр этой программы. Он рассказывал:

Пиком своей карьеры я считаю должность начинающего режиссёра «Взгляда» в 1987 году. Это была вершина и энергетически, и профессионально — в смысле влияния на окружающий мир.

В 1991 году он был учредителем и совета деректоров телекомпаний ВИД. Членом продюсер и режиссёр первого телевизионного проекта совместно с «Wittle Communication» (США): международный образовательный телемост между советскими и американскими школьниками — прямой эфир на 10 000 американских школ. Ведущий с американской стороны — Том Брокау (АВС).

С 1992 года Генеральный деректор телекомпаний ВИД, директор творческого объединения «Эксперимент» РГТРК «Останкино» (преобразованная Молодёжная редакция Центрального телевидения) и руководил как директор и администратор творческими группами, таких проектов, как КВН, «Взгляд», «Поле чудес», «Тема» и др. Вместе с Владом Листьевым был продюсером программы «Звёздный час» wholesale football socks, «Час пик».

В книге «Влад Листьев. Пристрастный реквием» отмечается:

Первый «Мерседес» в компании купили в складчину на 40-летний юбилей Разбаша. И на следующий день тачку угнали. Андрей на ней не прокатился ни разу.

С 1993 по 1995 год заместитель председателя РГТРК «Останкино, отвечал за художественное вещание Первого канала, занимался программированием киновещания, развлекательных и спортивных программ, организацией трансляции чемпионатов мира по футболу, участвовал в запуске музыкального проекта «Звёзды в Кремле».

Принимал участие в создании оригинальных проектов для государственного телевидения — «Авто-Шоу», «Экслибрис», «Программа — Х», «Дело» water bottle holder belt, «Человек недели».

С возникновением ОРТ вернулся в телекомпанию «ВИD», с 1995 года — главный продюсер телекомпании и с 1996 — параллельно ведущий программы «Час пик»

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Продюсер проектов «Угадай мелодию» (ОРТ), «Поле чудес» (ОРТ), «Звёздный час» (ОРТ), «Серебряный шар» (ОРТ) с Виталием Вульфом, «Тема» с Юлием Гусманом, автор идеи проекта «Как это было» (ОРТ).

Продюсер 30-серийного фильма «Чеховские рассказы», посвящённых столетию Московского Академического Художественного Театра (TВ-6), а также продюсер проектов «Чердачок Фруттис» (ОРТ) и «Ищу тебя» (РТР, потом ОРТ/Первый канал).

В 1998 году стал продюсером программ телеканала «Россия»: «Доброе утро, Россия!», «„Голубой огонёк“ на Шаболовке», «Первая студия».

Разбаш всю жизнь мечтал стать профессиональным лётчиком, и время от времени летал на лёгких самолётах. Отчасти данная мечта начала воплощаться, когда в 2001 году на Первом канале была запущена его авторская программа «Крылья», а в 2005 году программа переехала на канал «Звезда» под названием «Крылья Отчизны». Также был автором и ведущим документальных проектов «Большой взрыв» и «Сотворение мира».

В течение шести выпусков на Первом канале в 2005 году выходила другая его авторская программа «Прости».

В 2001 году организовал собственную продюсерскую компанию «Крылья-Медиа».

В ноябре 2005 года стал креативным директором телеканала «Звезда».

Андрей Разбаш скоропостижно скончался от сердечного приступа в ночь на воскресенье 23 июля 2006 года в Москве. Прощание состоялось 25 июля в храме Вознесения Господня у Никитских ворот. Похоронен на участке № 44-б Лайковского кладбища Одинцово рядом с могилой матери.

Дед Наум Разбаш был заместителем главного редактора газеты «Гудок», потом занимал должность главного редактора газеты «Советский Уэлен», отец Леонид Наумович Разбаш (род. 22 июля 1927) был радистом на Крайнем Севере. Имел двух братьев — единоутробного Анатолия (род. 1952) и сводного Алексея.

Был трижды женат.

Последний год жизни прожил с Оксаной Владимировной Мишоновой (род. 14 декабря 1972). У него остались 4 сына (Илья, Александр, Андрей и Иван), а также дочь Ксения.